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Mein Herrenhausen

Durch die Schreibwerkstatt Herrenhausen halten wir Historisches, Erlebnisse oder auch einfach nur besondere Plätze in Wort und Bild fest. Hinter jedem Bild verbirgt sich eine kleine Geschichte, viel Spaß beim Lesen!

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Der Marktplatz
Erntedank
Als es richtig kalt wurde
Hermann und Christa Gischel gaben ihr Geschäft aus Altersgründen nach erfolgloser Nachfolger-Suche Ende 2009 auf.

Die Fleischerei Hebel besteht weiter und wird in 4 Generation von Heiner Hebel geführt. Dieses Familienunternehmen stellt nach alten Rezepturen eigene Wurst und Fleischwaren her, räuchert den Schinken und die Mettwurst selbst. Eine besondere Spezialität ist die Eichelmettwurst, von Schweinen, die viele Eicheln gefressen haben und deren Fleisch somit geschmacklich sehr delikat ist. Der Fleischerei-Meisterbetrieb mit dem Qualitätssiegel "Fleischer-Fachgeschäft" käuft nur von ausgewählten Höfen ein und garantiert besondere Qualität in der Herstellung.
Mehr unter
www.fleischerei-hebel.de

 

Hier ein paar Verse zur Schließung der Fleischerei Gischel:

Wurst ist Wurst, sagt man ganz leicht,

doch keine Wurst der anderen gleicht.

Die Fleischerei Gischel gibt es nicht mehr,

wo krieg ich jetzt nur so leckere Wurst her?

 

Frische Mettwurst, Leberwurst, grob und fein,

Sülze und Fleisch kaufte ich dort einst ein.

Komme ich heute heraus von Bäckerei Raute,

ist der Laden gegenüber nicht mehr der vertraute.

 

Dort gibt es jetzt Fotos, Bilder und mehr.

Aber die Tresen mit feiner Wurst sind leer.

So gehe ich traurig nach Haus

und packe alle meine Einkäufe aus.

 

Aber meine Lieblingswurst ist nicht mehr dabei,

ich vermisse sie sehr, vorbei, vorbei …

Wurstsorten gibt es gar viele, wohl wahr,

doch keine gleicht der, wie sie bei Gischel war.

 

Wurst ist Wurst, das gilt nicht mehr,

wer zaubert die Wurst von Gischel wieder her?

Im Wandel der Zeit verschwand meine Wurst,

das jedoch ist mir ganz und gar nicht wurst!

Str


" rel="lightbox[roadtrip]">Wurst ist Wurst
Januar in Herrenhausen
Am 07. April 1860 wurde der Herrenhäuser Kirchenfriedhof eingeweiht. Die Genehmigung zu Anlage des Friedhofs wurde von König Georg V seinerzeit unter der Bedingung erteilt, dass auch die Bediensteten des Hofes dort bestattet werden konnten.

Bedeutendstes Grabmal ist das des Oberhofmarschalls Ernst Baron von Malortie (1804-1887). Das Grabmal wurde geschaffen von Carl Doppmeyer, einem im 19. Jahrhundert im hannoverschen Raum sehr bedeutenden Künstler.

Am 13. Februar 1911 wurde das Grabmal Malortie durch den später verurteilten Massenmörder Fritz Haarmann beschädigt.

Aus dem Polizeiprotokoll: „Auf dem Friedhof steht am Grabe des Hofmarschalls von Malortie ein fest in die Erde   eingelassenes Steindenkmal, das Zierrate von edlerem Metall an sich trägt; die gesamte Anlage steht noch im Eigentum der von Malortie`schen Erben. Der Angeklagte hat von demselben zunächst eine Metalltafel, die zwei Genien an der Vorderseite des Steins in den Händen tragen, abgenommen. Dies was ohne Beschädigung möglich, da die Tafel nicht befestigt, sondern lose in die Hände der Figuren gesteckt war. Nach seinem nicht widerlegten Vorbringen hat er die Tafel zunächst nur auf ihren Wert hin besichtigen wollen, hat dies getan und die dabei für Zinkblech gehalten, weshalb er sie zur Seite in den Efeu gelegt hat. Hiernach liegt insoweit weder eine Beeinträchtigung der Unversehrtheit des Denkmals noch eine Wegnahme in der Absicht rechtswidrigen Zueignung erweislich vor.

Dann hat Haarmann jedoch auf der Rückseite des Grabsteins eine dort angebrachte wertvolle Wappentafel teils durch Losschrauben einer sie mit dem Stein verbindenden Schraube, teils durch Schläge mittels eines Stück Backsteins, den er an Ort und Stelle zurückgelassen hat, gewaltsam abgetrennt. Er steckte sie, die dabei in mehrere Stücke zerbrochen war, zu sich und entfernte sich, Sein Tun war aber bemerkt worden, und als er eins der Bruchstücke verlor, wurde er verfolgt. Auf der Flucht entledigte er sich der übrigen, indem er sie in die Leine warf.“.....

 „Haarmann war bei der Tat nicht geisteskrank. Er ist aber durch einen starken Hitzschlag in seiner Militärzeit geistig minderwertig und nervenleidend geworden, deshalb gegen strafbare Gelüste in erheblich geringerem Maße widerstandsfähiger als gesunde Personen.“...

 „Bei der auf § 244 ff. zu verhängenden Strafe sind im Hinblick auf die geistige Minderwertigkeit des Angeklagten trotz seiner mehrfachen Vorbestrafungen gleicher Art mildernde Umstände vorhanden. Eine 9monatige Gefängnisstrafe erschien angemessen.“

 Am 4. April 1911 wurde Haarmann wegen Rückfalldiebstahls und Sachbeschädigung vom Land-gericht Hannover zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Durch die Untersuchungshaft war bereits ein Monat verbüßt, so dass die Gefängnisstrafe bis zum 4.12.1911 andauerte.

Gitta Kirchhefer


" rel="lightbox[roadtrip]">Fritz Haarmann auf dem Herrenhäuser Friedhof

Der Großköthner Heinrich Engelke und der Anbauer Friedrich Kollenrott traten gegen eine Entschädigung durch Geld und anderes Land hinter der Ebeling`schen Schmiede (heute Röttger) Land für einen Friedhof ab.

Ein Teil des neuen Friedhofs wurde dem Oberhofmarschallamt, ein anderes Teil den „Stellwirthen“ zugewiesen. Da der Kirchhof aus Gemeindevermögen bezahlt wurde, wünschte ein Teil der Einwohner die Verteilung nach Hausnummern, ein anderer Teil die nach Los. Nach der Verlosung bekam jeder seine Nummer und die Stellen wurden mit Namen versehen. Jeder „Stellwirth“ erhielt einen Erbbegräbnisplatz in der Größe von 8 Begräbnisstellen.

Maurermeister Gerber baute eine feste Mauer und eine später als Kapelle eingerichtete Leichenhalle mit einem Glockentürmchen. Diese war das erste christliche Gotteshaus in Herrenhausen. Die Glocke wurde 1917 zusammen mit zwei Glocken der Kirche für Kriegszwecke eingeschmolzen. 1925 stiftet die Frau des Fabrikbesitzers Louis Eilers eine neue Glocke für die Kapelle.

Am 7. April 1860 wurde der Herrenhäuser Friedhof von Pastor Heumann bei der ersten Beerdigung eingeweiht.

Das Eingangstor wurde vom Architekten Bäßmann entworfen und gebaut, angeblich eine Kopie des Sommerhauses von Goethe in Weimar.

Die Kapelle wurde durch einen von Professor Hölscher entworfenen, von Maurermeister Gerber ausgeführten und von Kirchenmaler Ebeling ausgemalten Anbau erweitert.

1958 wurde der Innenraum der Kapelle neu gestaltet der Glasmaler Brenneisen schuf im Rahmen dieser Innenrenovierung ein Altarfenster, das den auferstandenen Christus zeigt.

Gitta Kirchhefer


" rel="lightbox[roadtrip]">Der Herrenhäuser Friedhof
Die einsame Kirchenglocke
Die ersten Halbschuhe
Durchlass nicht ohne Bahnsteigkarte
Ein Jungenabenteuer an der Graft aus den späten 70er Jahren
Lebendiger Herrenhäuser Markt
Eine interessante Begegnung

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